Aktuelles


AKTUELL:

LENZ, v. Georg Büchner
Premiere im Stadttheater Gießen: 09.Dezember 2018

Im Sommer zog ich den Text aus dem Regal und begann, ihn auswendig zu lernen. Ich wusste nicht so recht, warum ich das tat. Ein großartiger Text, ja. Aber die Zeit, in der er mich stark beschäftigt hat, schien mir lang vorbei. Und ich hatte auch nicht vor, ein Theaterprojekt daraus zu machen. Beides hat sich verändert. Inzwischen interessiert mich die Begegnung des verstörten Individuums Jakob Lenz (Schriftsteller des Sturm-und-Drang) mit Familie, Kunstkollegen und traditionell orientierter Umwelt sehr, und ebenso die zugleich dokumentarisch-distanzierte und persönlichen Anteil nehmende Schreibweise Büchners. Und auch Theater wird nun doch draus ...
Spieltermine: 09. + 21.Dezember 2018, sowie am 13. Januar 2019, im taT / Stadttheater Gießen

Des weiteren spiele ich zur Zeit am Stadttheater Gießen in der Produktion:
Willkommen, v. Lutz Hübner / Sarah Nemitz
Inszenierung: Cathérine Miville
Nächste Vorstellungen: 29.Dezember 2018 + 25. Januar 2019



Gern verweise ich, auch aus einigem zeitlichen Abstand, darauf, dass am 29. Oktober 2016 mein Film

"FILM"

eine erfolgreiche Premiere beim renommierten ZEBRA Poetry Film Festival hatte. Der Film, der im Rahmen der Masterclass "Poetry across the borders" entstand, greift Motive eines Gedichts der niederländischen Autorin Frouke Arns auf und spinnt sie weiter.
Themen: persönliche Autonomie in der Geschlechterbeziehung, Familienstrukturen, Alternsfragen.
Nähere Informationen: "ZEBRA"
Trailer zum Film: Klick ...
Der Film wurde kürzlich im Rahmen der Droste-Hülshoff-Tage in Münster gezeigt.


Der Schauspieler

Der Untergeher, v. Thomas Bernhard
Ich stehe seit 2013 mit einer von mir erstellten Theaterfassung des Romans "Der Untergeher" von Thomas Bernhard auf der Bühne. In dem Roman begegnen zwei junge Pianisten auf einem Sommerkurs am Mozarteum dem noch unbekannten Glenn Gould, der kurze Zeit später für seine Interpretation der Goldbergvarationen schlagartig weltberühmt wird. Die Begegnung mit dem Genie zerstört ihre eigene Karriere.

Gießener Allgemeine Zeitung: "Um die Bedingungen der (Künstler-)Existenz und die Ursachen des Scheiterns kreist Thomas Bernhards Roman `Der Untergeher´, von dem der Schauspieler und Regisseur Christian Fries eine Bühnenfassung erstellt hat. In einer `öffentlichen Erprobung´, wie er die Premiere im voll besetzten TiL-Studio bescheiden und ein wenig tiefstapelnd selbst nannte, stellte er den `Untergeher´ vor und bot in etwas über zwei Stunden einen grandiosen Monolog, der ihm und auch dem Publikum ein Höchstmaß an Konzentration abverlangte. Eine Meisterleistung!"

Nächste Vorstellung: 26. Januar 2019, Kirchheim/Teck
Hier finden Sie den Trailer zum Stück!
Das Stück kann in kleinen und großen Theatern, aber auch in geeigneten Privaträumen gespielt werden. Bei Interesse: Bitte nehmen Sie Kontakt auf!


Der Regisseur
Nachlese:

"PROUST 3 / 267-435"
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit


Trailer: Klick ...
Manche halten Proust für unlesbar. Spielbar ist er jedenfalls.
2018 habe ich in Kooperation mit AGGREGATE zwei Stunden Proust auf die Bühne gebracht: die durchchoreografierte Inszenierung eines von Proust minutiös geschilderten Jour Fixe, die experimentelle Analyse einer intimen Männerbegegnung und die performative Präsentation der ungewöhnlich offenen Diskussion schwuler Lebensformen, mit denen Proust den 4. Band der "Suche" beginnt.
Wir haben das Stück in Leipzig, Münster und Berlin gespielt.
Darsteller: Astrid Kohlhoff, Verena Noll, Stefan Ebeling, David Fischer.
Westfälische Nachrichten, 02.03.2018:

"Ebenso gelungene wie kurzweilige Milieustudie!"

Gefördert wurde das Projekt vom Kulturamt der Stadt Münster, vom NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Stadt Leipzig.

"Rosmersholm", v. Henrik Ibsen
Meine Inszenierung des Stücks "Rosmersholm" von Henrik Ibsen hatte ursprünglich am 04. Mai 2016 Premiere am Studio Theater Stuttgart und konnte erfreulicherweise im Dezember 2016 im Theater im Pumpenhaus in Münster wiederaufgenommen werden.
Schauerstück, Krimi, Psychologische Tragödie in einem.
Mich interessiert, wie zur Zeit meist, das Familienthema. Längst vergangene Ereignisse, längst überwunden geglaubte innere Strukturen greifen in die Jetztzeit hinein und zerstören Menschen. Die Ibsenthemen Autonomieverlust, sexuelle Hemmung, Suizid prägen auch dieses Stück.
Darsteller: Astrid Kohlhoff, Ludmilla Euler, Charles Toulouse, Jan Uplegger.
Westfälische Nachrichten, 04.12.2016:

"Höchst sehenswerte Inszenierung!"

Wer einen Eindruck gewinnen will hier der Trailer der Produktion

"Elektra", nach Euripides (Theater Marburg)
Ein Familienfluch setzt sich durch fünf Generationen fort bis hin zu Elektra, Chrysothemis und Orest, den Kindern der Familie, die vor unseren Augen untergeht. Klytämnestra ermordet ihren Mann, sie hat Gründe. Orest ermordet seine Mutter, er hat Gründe, tut es aber erst, als es ihm ein Gott befiehlt. Wir haben uns mit dem Phänomen Familie beschäftigt, nehmen Bezug auf die Stücke des klassischen Altertums, die sich mit dem "Fluch der Atriden" beschäftigen, und haben uns zusätzlich von dem schottischen Anti-Psychiater, Familienforscher und Künstler Ronald D. Laing inspirieren lassen.
Premiere war am 13. September 2014.
Hier finden Sie den Trailer zum Stück.

"Lost Campus"
Im Rahmen des bundesweit durchgeführten Festivals "Unorte" habe ich mit dem Theater Titanick im Mai 2014 ein Projekt über ein vergessenes Kriegsgefangenenlager im Norden Münsters durchgeführt. Ein erster Schritt hin zum Sprechtheater für das Theater Titanick, ein erster Schritt hin zum Theater im öffentlichen Raum für mich! Auch hier ist noch offen, ob es eine Wiederholung an anderem Ort geben wird.
Fotogalerie

Und hier noch ein kleiner Video-Rückblick, Ausschnitte aus meiner Inszenierung von Kafkas "Amerika", Stadttheater Gießen, 2012:
Klick ...


Der Filmer
2015 habe ich begonnen, auf der Basis von Traumprotokollen Kurzfilme zu drehen. Eine Serie von bisher acht Filmen ist entstanden, mit wechselnden Produktionspartnern. (Filmwerkstatt Münster, fettesland u.a.)
Hier ein Beispiel: Unfall.


"Nutze die Chance zur Aussprache, wie sie sich bietet!"

Links zu weiteren Flmen:
"Freitreppe"
"Voiles"
Der Film "Voiles" wurde zum Filmfestival Münster 2015 eingeladen.


Der Musiker

Georg Kröll, Tagebuch für Klavier
2012 stieß ich auf das "Tagebuch für Klavier" des Kölner Komponisten Georg Kröll: Meist kurze Stücke, die auf einer seriellen Organisation des Ton- und Klangmaterials basieren, diese "intellektuelle" Herkunft aber kaum verraten, insofern sie eine enorme emotionale und stimmungsmäßige Bandbreite abdecken. Kröll arbeitet an diesem Werk seit 1987.
Ich hatte Gelegenheit, Georg Kröll kennen zu lernen, was mein Interesse an den Stücken und die Lust, sie zu spielen, weiter verstärkt hat. Inzwischen habe ich dreizehn Stücke aus dem "Tagebuch" einstudiert und aufgenommen. Drei davon mache ich hier, mit Einverständnis des Komponisten, zugänglich:
Georg Kröll, Tagebuch für Klavier, Nr. 46
Georg Kröll, Tagebuch für Klavier, Nr. 69
Georg Kröll, Tagebuch für Klavier, Nr. 80a


Der Autor

Aufenthaltsstipendium in Vilnius (Litauen) 2015
Der Hessische Literaturrat hat mir 2015 ein Aufenthaltsstipendium in Vilnius (Litauen) zuerkannt. Sechs Wochen habe ich in Vilnius gelebt, geschrieben, Land und Leute kennen gelernt, so weit das in so kurzer Zeit möglich ist. Ich habe einen Roman begonnen, und das Kriegstagebuch meines Vaters dechiffriert, das mir vor einem Jahr in die Hände gefallen ist.

Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2010
2010 bin ich als Autor zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb nach Klagenfurt eingeladen worden und habe dort den Text "Hutmacher, privat" vor Jury und Fernseh-Publikum gelesen. Der Text ist inzwischen zu dem Roman "Der Reich´sche Ansatz" geworden, für den ich derzeit einen Verlag suche.
Lesung und Jurydiskussion sind als Video unter bachmannpreis im Netz zu finden, auch der Text ist dort abrufbar.

Werktage Münster
September 2010 habe ich im Rahmen der "Werktage Münster" fünf Tage lang öffentlich geschrieben. Die Ergebnisse und ein Blog über die Erfahrungen als "Unter Schreibaufsicht Stehender" sind zu finden unter: "Werktage Münster"

Aktuell zugängliche Veröffentlichungen:
Vater gibt seinen Weinhandel auf (Prosa, Szenen), Helmut Lang Verlag Münster 2009
Hutmacher, privat, in: Hubert Winkels (Hg.), Klagenfurter Texte, Die Besten 2010, Piper Verlag


Porträt im Hörfunk
Am 23.03.2011 war ich zu Gast in der Sendung "Doppel-Kopf" (hr2). Das etwa einstündige Gespräch mit dem Moderator Claus Gnichwitz kann hier nachgehört werden:
Am Tisch mit Christian Fries, Mehrspur-Existenz


Otik Counter